• Seelenklar - Talk mit Ellen Michels

    Seelenklar

    Talk mit Ellen Michels

    Ellen Michels "The Queen of Souls"

26. Sendung vom 30. Nov. 2016

Die machtvollen Seelen, die aus der Kälte kommen – Amerika im IST-Zustand

30. November 2016 Jetzt, nach den Wahlen in den USA ist es an der Zeit, eine Bilanz des US-Amerika zu ziehen und wie sein scheidender Präsident, Barrack Obama, Amerika seinen Mitbürgern hinterläßt. Wir erinnern uns an die Begeisterung und Euphorie, als der smarte, eloquente, gebildete, selbstsichere und lockere Vorzeige-Afro-Amerikaner die Wahl gewann. Mit seinen Versprechungen und Parolen „Yes, we can!“ und „Change!“ sprach er den Menschen aus dem Herzen. Von jetzt an würde alles besser werden. Obama schien der volksnahe Präsident zum Anfassen zu sein, und er versprach, die Dinge zum Guten zu wenden.

Doch … hat Obama die Welt wirklich zu einem besseren Ort gemacht? Hat er seine Versprechen gehalten, die doch so gut klangen und inneren und äußeren Frieden verhießen, Seelenfrieden für eine ganze, große Nation, ja, für die Welt? Was hat er von seinen Ankündigungen eingehalten?

-­ Den Krieg im Irak beendet: Nein,
-­ Guantanamo schliessen: Nein,
-­ Die Truppen aus Afghanistan abziehen: Nein,
-­ Das Einwanderungsrecht grundlegend reformieren: Nein.
-­ Größere Transparenz bei den Staatsgeschäften: im Gegenteil.
-­ Waffenrechtsreform: Nein.
-­ Den Einfluss von Lobbyisten einschränken: Nein.
-­ Bessere Lebensumstände für Afro-­Amerikaner: Nein.

(5-­10-­mal mehr Schwarze als Weisse sind in US-­Staatsgefängnissen inhaftiert (je nach Bundesstaat). Die USA stellen zwar nur 4.4 % der Weltbevölkerung dar, stellen jedoch 22% der weltweiten Gefangenen, ca. 6,851 Millionen in 2014. Unter Obama sind die USA ein großes Stück weitergegangen in Richtung Gefängnisplanet).

Auch sein Versprechen, einen Neustart zwischen den USA und den Muslimen zu bewerkstelligen hielt er nicht ein. Der Haß der Muslime auf alles Westliche ist so erbittert, wie noch nie. Der Reset in den russisch-amerikanischen Beziehungen war ein kurzes Strohfeuerchen und endete bald in einer noch feindseligeren Konfrontation. Nie war die Gefahr eines Dritten Weltkrieges so akut, wie heute. In sieben Ländern haben die USA einen Krieg angefangen und bombardieren wehrlose Zivilisten. Die Höllenbrut des IS ist aus dem Schoß der USA gekrochen. Noch nie war ein (prophylaktischer) Friedensnobelpreis so ein Fehlgriff gewesen.

Wie kann es denn sein, daß die ganze Welt den sympathischen, gebildeten, charismatischen Obama mit Begeisterung und Hoffnung empfing? Wie kann es sein, daß ein Friedensnobelpreisträger die Welt mit Terror und Krieg überzieht? Jeden Dienstag – genannt „killing Tuesday“ die Listen unterzeichnet, wer durch Drohnen ermordet werden soll? Sich aber lächelnd mit seinen Kindern und dem Hund als der nette Kerl von nebenan vor den Medien gibt?

Heinrich Heine schrieb im Buch der Lieder das Gedicht

„Ich rief den Teufel und er kam“

Ich rief den Teufel und er kam,
Und ich sah ihn mit Verwund’rung an.
Er ist nicht häßlich und ist nicht lahm,
Er ist ein lieber, charmanter Mann,
Ein Mann in seinen besten Jahren,
Verbindlich und höflich und welterfahren.
Er ist ein gescheuter Diplomat,
Und spricht recht schön über Kirch und Staat.
Blaß ist er etwas, doch ist es kein Wunder,
Sanskrit und Hegel studiert er jetzunder.
Sein Lieblingspoet ist noch immer Fouqué.
Doch will er nicht mehr mit Kritik sich befassen,
Die hat er jetzt gänzlich überlassen
Der teuren Großmutter Hekate.
Er lobte mein juristisches Streben,
Hat früher sich auch damit abgegeben.
Er sagte, meine Freundschaft sei
Ihm nicht zu teuer, und nickte dabei,
Und frug: ob wir uns früher nicht
Schon einmal gesehn beim spanschen Gesandten?
Und als ich recht besah sein Gesicht,
Fand ich in ihm einen alten Bekannten.

Das Böse, die Machtgier, die Grausamkeit und Habgier haben sich schon immer hinter schönen Worten, ehrenvollen Trophäen, glanzvollem Auftreten und falscher Moral versteckt. Der „Westen“ hat sich das Image der „Guten“ genauso selbst verliehen, wie er Obama den Friedensnobelpreis umhängte. Die Millionen toten Männer, Frauen und Kinder, das Leid, die die unerklärten Kriege des „Westens“ quer über den Globus gefordert haben, hinterließen keine Kratzer auf dem glänzenden Image der westlichen Führer. Der Preis, den sie für ihren Erfolg, ihre Macht und ihren Reichtum zahlen ist die Seelenkälte, die aus der Gewissenlosigkeit entsteht. Früher nannte man das „dem Teufel seine Seele verkaufen“. Des Teufels Begehr ist immer die Seele, seine Gegenleistung ist stets Reichtum und Macht.
Dieses Aus-dem-Gleichgewicht-geraten sein, diese Destabilisierung der göttlichen Ordnung reicht aber viel weiter: Bis tief in uns hinein. Wir alle fühlen das jeden Tag. Wir fühlen die Manipulation der Wirklichkeit, die Kälte hinter den schönen Fassade, aber erkennen sie nicht. Das erzeugt Angst und Unsicherheit. Mit diesen schwarzen Energien werden wir beherrscht und in der Matrix der Scheinwelt gehalten.

Satan, Baal, Beelzebub, der Teufel … ist der Herr der materiellen Welt. Die Macht darüber kann er bieten. Aber er selbst will von uns, was er nicht hat: Unsere Seele, die Gnade, die wir in uns haben, das Geschenk des Lebens, den göttlichen Funken. Das ist die Gegenleistung, die er braucht. Schon in den wohlbekannten Märchen ist das oft der Konflikt, um den sich alles dreht.

Ein wunderbares Beispiel ist das Märchen vom Rupelstilzchen.

Ein armer Müller hat eine schöne Tochter. Er will, daß diese reich und mächtig wird, etwas, was ihm selbst vorenthalten blieb. Das alte Lied der Eltern, die ihren Ehrgeiz auf die Kinder übertragen und Unmögliches verlangen. So geht er zum König und erzählt diesem, seine schöne Tochter könne Stroh zu Gold spinnen. Dem König kommt das sehr zupaß und er verspricht dem Müller, die junge Frau zu seiner Königin zu machen, wenn sie ihm drei Nächte lang Stroh zu Gold spinnt. Die Müllerstochter wird in einem Raum voller Stroh und einem Spinnrad eingesperrt. Sie kann aber die Erwartungen des Vaters und des Königs nicht erfüllen. Wie sie dort weinend sitzt, erscheint ein kleines, buckliges Männlein und fragt, was sie denn als Gegenleistung bieten könne, wenn er diese Aufgabe für sie erledigt. Sie gibt ihm in der ersten Nacht den Ring, in der zweiten Nacht ihr Halskettchen, und jeden Morgen ist das Stroh zu Gold gesponnen.

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Doch nun kommt die dritte Nacht. Sie hat nichts mehr, was sie diesem Männchen, der Verkörperung des Ehrgeizes, des Machtstrebens, der Selbstversklavung, des Materiellen, noch opfern kann. Da muß sie ihm versprechen, ihm ihr erstes Kind zu geben.

Das Kind steht für die Reinheit, die Unschuld, die reine Liebe, die junge, unbefleckte und freie Seele und das ewige Leben, das eine Frau in sich trägt und von Generation zu Generation schenken kann, die Wiedergeburt. All das, was Baal haben will, soll die Müllerstochter opfern – für die Machtposition der Königin und die Zufriedenstellung des väterlichen Ehrgeizes.
Sie gibt dem Männchen das Versprechen, das Gold liegt am Morgen fertig da, der König heiratet sie und sie wird Königin.

Über’s Jahr gebiert sie ein Kind. Sie hat das Männlein schon vergessen, da steht es eines Nachts in der Königin Kammer und fordert seinen Lohn.
Jetzt bemerkt sie, daß all der Reichtum und die Macht nichts wert ist, im Vergleich zu ihrem Kind, das sie inniglich liebt. Sie weint und bettelt, und das Männlein sagt, es gebe nur einen Weg, das Kind zu behalten: Die Königin muß seinen Namen wissen und nennen. Das Männlein gibt ihr drei Nächte Zeit. In der ersten Nacht rät die Königin alle Namen, die ihr einfallen, aber der richtige ist nicht dabei. (Interessanterweise fängt sie im Märchen mit „Balthasar“ an.) Auch in der zweiten Nacht trägt sie die seltsamsten Namen vor, die sie in ihrem Königreich hat zusammensuchen lassen, doch immer wieder schreit das Männlein nur „So heiß ich nicht! Nein, so heiß ich nicht!“

In ihrer Verzweiflung schickt sie dem Männlein einen Jäger hinterher, der herausfinden soll, wo das Männlein wohnt und wie es heißt. Der Jäger folgt dem kleinen Buckligen und belauscht ihn, wie er ums Feuer vor seiner Hütte tanzt und singt:
„Heute HAB ich,
morgen BRAUCH ich,
übermorgen NEHME ich der Königin ihr Kind!
Ach, wie gut, daß niemend weiß,
daß ich Rumpelstilzchen heiß!“

In diesem Lied wird das Prinzip der Habgier, des Anhäufens von Macht und Reichtum und der Gefangenschaft der Seele überdeutlich. Die Manipulation hält die Menschen davon ab, zu sehen, wer sie wirklich beherrscht (Ach, wie gut, daß niemand weiß …). Die dunkle Macht als das kleine Männlein verliert aber jede Macht über die Frau, sobald sie seinen Namen weiß, also ERKENNT, wer und was er ist und womit er sie beherrscht. Wenn sie ihren Schmerz erkennt, ihr Bewußtsein wach wird und sie ihre eigene Seele, ihr Leben von Angst befreit, dann kann ihr die dunkle Energie der Macht- und Habgier, der Versagensängste, Selbstbetrug und Schuldgefühle nichts mehr anhaben. Die Königin, die Mutter, die Mutter Erde wird frei und kann sich in Liebe ihrem Kind zuwenden, das Leben kommt wieder in die gottgeschenkte Harmonie und Gnade.

In der letzten Nacht also kann sie dem Peiniger die Frage stellen: „Heißt Du vielleicht Rumpelstilzchen???“, worauf der böse Zwerg sich vor Wut selbst zerreißt und in den Boden versinkt. Die Königin ist frei und kann ihr geliebtes Kind behalten und lebt fortan glücklich. Die Illustration von Rie Cramer (links) beschreibt diesen Moment.

Der innere und äußere Friede braucht Wahrheit, Selbsterkenntnis, Auflösung und die Hinwendung zur göttlichen Gnade. Wenn wir erkennen, wer uns wie manipuliert und versklavt, zum Nutzmenschen degradiert und unserer Seele das göttliche Licht raubt, dann können wir diese dunkle Matrix angstfrei verlassen.

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