• Seelenklar - Talk mit Ellen Michels

    Seelenklar

    Talk mit Ellen Michels

    Ellen Michels "The Queen of Souls"

28. Sendung vom 04. Feb. 2017

Seelenklar: Wenn Engel weinen

14. Dezember 2016 Kinder sind unsere Zukunft. Sie sind die Zerbrechlisten unserer Gesellschaft, sie sind die Hoffnung und berühren unser Herz. Glückliche Kinder bevölkern die Werbesendungen und die Produktpackungen, denn ihr Lachen freut unser Herz. Kinder sind der Kern und der Sinn einer Familie, in ihnen geben wir das Leben weiter. Glückliche Kinder wachsen zu selbstbewußten, glücklichen, erwachsenen Menschen heran und haben die Macht, eine frohe, positive, glückliche Gesellschaft zu bilden. Wenn wir ihnen die Möglichkeit geben.

Doch wo sind Kinder wirklich glücklich?

Flüchtling Kinder Afghanistan

In den Ländern, die der „Westen“ mit regime-changes überzieht und destabilisiert ganz sicher nicht, und das sind viele Länder. Dort sehen sie ihr Zuhause in Trümmer zerbombt, ihre Eltern verängstigt, sie werden auf einer Flucht mitgeschleift, auf der sie mehr Verwüstung, Blut, Verletzte und Tote sehen. Sie erfahren, daß ihre Eltern sie nicht schützen können und leben in Todesangst. Sie sind hilflos und verzweifelt. Ihre Augen spiegeln das Entsetzen, das sie gesehen haben. Sie brauchen all ihre Lebensenergie, um zu überleben, doch ihre Seelen sind beschädigt.

Aber auch in Europa und den USA, den scheinbar so sicheren und wohlhabenden Ländern findet man wenig glückliche Kinder. Der tägliche Kampf ihrer Eltern um das Einkommen, den Arbeitsplatz, die Ratenzahlungen, der Streß im Beruf und die knappe Freizeit lassen wenig Raum für die so wichtige Zuwendung und aufmerksame Liebe, die Kinder brauchen. Sie sind allein – und auch unsere Kinder haben Angst. Sie spüren die Angst der Eltern vor dem Verlust der Lebensgrundlage. Sie spüren die Schuldgefühle der Eltern und saugen sie als ihre eigenen auf. In der Schule bekommen sie noch mehr Schuldgefühle und Angst eingeflößt: Vor den Noten, vor dem Versagen, vor der Hilflosigkeit gegenüber den stärkeren Raufbolden in der Klasse. Angst, die Eltern zu enttäuschen, nicht gut genug zu sein, als Nachkommen ihrer Urgroßeltern historische Schuld auf sich geladen zu haben. Sie werden gemaßregelt und klein gemacht. Unser System nimmt ihnen den Mut. Und das ist kein Zufall.

All die Kraft, das göttliche Licht, das Urvertrauen ins Leben und der stürmende Mut, der in uns und mit uns auf die Welt kommt, wird schon den Kindern geraubt und weggerissen. Das Potential, das in uns allen auf die Freisetzung wartet, wird weggeschlissen, täglich wird die Lebensenergie abgezapft. Die herrschenden Mächte wollen keine freien, mutigen, selbstsicheren Menschen, das wollen sie nie.
Immer wieder steigen Ideologien aus dem Dunst der Geschichte nach oben, die einen neuen Menschen, eine neue Weltordnung, eine neue Religion oder Ideologie als das Paradies auf Erden erzwingen wollen. Ob es das Christentum oder der Islam, der Faschismus oder der Kommunismus, der Sozialismus oder die multikulturelle Gesellschaft mit Dutzenden von „Gendern“ ist oder die neue Weltordnung: Immer ist das erste Ziel, die Familie zu zerstören und der Seelen der einsamen Kinder zu besetzen.

Die Familie ist ihnen im Weg, denn hier können Kinder in einem geschützten Raum zu starken, frohen Erwachsenen heranreifen. Hier lernen sie Urvertrauen und entwickeln ihre Fähigkeiten. Hier kann ihre Seele im Idealfall unverletzt heranreifen. Sie sind nicht so leicht in die Angst zu jagen, denn die Liebe und Fürsorge ihrer Eltern ist ihre feste Burg. Doch genau deshalb, weil Kinder die Zukunft sind, muß die Festung Familie geschliffen werden. Dann sind die Kinder schutzlos. Hilflos und verängstigt greifen sie nach jedem Hoffnungsstrohhalm. Sie passen sich an, werden überkonform, auf Gedeih und Verderb und fügen sich den schlimmsten Ideologien – nur um eine Zuflucht und das Gefühl von Obhut und Sicherheit zu haben. Angst ist die beste Waffe der Mächtigen.
Die haßerfüllten Übergutmenschen, die um der Toleranz willen jeden erschlagen würden, der nicht so denkt wie sie, sind auch nur Ergebnisse einer solchen Sozialisation, die sie in der Schule und in der Gesellschaft erfahren haben. Sie tun das, was Kinder tun, die indoktriniert worden sind. Unter all dem Zuckerguß der Gutherzigkeit und Toleranz steckt die gnadenlose Ergebenheit eines Verängstigten. Sie sind nicht frei, selbst zu entscheiden und sie selbst zu sein. „Rechts“ ist heute das absolut Böse und somit jeder, der als „rechts“ angesehen wird. Die Empörung der Gutmenschen gegen „Rechte“ (Ungläubige/ Hexen/ Konterrevolutionäre … das jeweilige Feindbild der herrschenden Ideologie) ist nichts anderes als eine inszenierte Darstellung, ein Flehen um Lob und Anerkennung des herrschenden Systems aus Angst um das bißchen inneren Halt, und vor dem Verstoßenwerden, wenn man nicht konform ist.

Kinder brauchen die selbstlose, tiefe, echte Liebe der sorgenden Mutter, des schützenden Vaters, der geduldigen Großeltern um ihre Seele frei zu entwickeln und ihre Lebens- und Herzensenergie zu nutzen und zu bewahren. Die eigene Seele zu kennen und zu fühlen bedeutet, wieder Verbindung mit dem Urgrund und der göttlichen Energie zu haben. Echten Halt. Angst, Schuldgefühle und Existenznot verhindern das.

Das ist nicht erst seit heute so. Auch die alten Märchen erzählen das in vielen Varianten. Sie reden zu uns und unserem inneren Kind in klaren Archtypen und Bildern, deren Sinn Kinder wie Erwachsene erfühlen.

Wie zum Beispiel das Märchen von Hänsel und Gretel.

Das Geschwisterpaar lebte mit dem Vater und der Stiefmutter am Rande des Waldes, denn der Vater war Holzfäller. Doch die Familie war arm. Da hörte das Geschwisterpaar eines Abends, wie die Stiefmutter den Vater dazu überredete, die Kinder im Wald auszusetzen, weil es nicht genug Essen für alle gab. Der Vater sträubte sich und es wollte ihm das Herz brechen, fügte sich aber dem Drängen der Frau. Am nächsten Tag ging die Familie zum Holz fällen in den Wald. Hänsel hatte weiße Kieselsteine in der Tasche, die er auf dem Weg fallen ließ. So fanden die Kinder anhand der Steinchen doch wieder zurück zum Haus, worüber der Vater sehr glücklich war, die Frau jedoch nicht. Beim zweiten Versuch verhinderte die Frau, daß Hänsel nachts Kieselsteine sammeln konnte, indem sie die Tür abschloß.

So hatten die Kinder am nächsten Tag nur ein Stücklein Brot, um es zu streuen. Doch die Tiere des Waldes fraßen das Brot, und als der die Eltern verschwunden waren, fanden Hänsel und Gretel den Weg nicht zurück. Da flog ein kleiner, weißer Vogel vor ihnen her und begleitete sie bis zum Haus einer Hexe im tiefen Wald. Der Kleine Vogel warnte aber die Kinder, daß die Hexe zwar wohl ein Haus voller Köstlichkeiten aus Lebkuchen habe, an denen die Kinder sich sattessen könnten, aber daß sie achtgeben sollten auf die Hexe, die den Kindern nach dem Leben trachten würde und sie auffressen werde.

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Tatsächlich wurden die Kinder von der häßlichen, alten Hexe mit Essen und Süßigkeiten gemästet und verwöhnt, wie noch nie im Leben. Dann aber sperrte die Hexe den Hänsel ein, um ihn zu mästen, wie der kleine, weiße Vogel gewarnt hatte. Gretel mußte ihr zu Diensten sein. Hänsel saß in dem abgeschlossenen Käfig und mußte täglich seinen Finger herausstrecken, damit die Hexe fühlen konnte, ob er schon fett genug war, sie konnte nämlich sehr schlecht sehen. Hänsel streckte aber immer nur ein Stöckchen hinaus. Eines Tages verlangte die Hexe, daß Gretel den Ofen anfeuern solle. Gretel ahnte, wozu das gedacht war, und als die Hexe die Ofentür aufmachte um zu prüfen, ob die Glut heiß genug war, stieß Gretel sie hinein und schloß die Ofentür, so daß die Hexe jämmerlich verbrannte. Gretel aber befreite ihren Bruder. Im Haus fanden sie Perlen und Juwelen, die sie sich einsteckten. Da erschien der kleine, weiße Vogel wieder und führte sie froh nach Hause.

Der Vater war überglücklich, seine Kinder wieder zu sehen. Die Stiefmutter war gestorben, und so lebte die kleine Familie fortan froh und glücklich miteinander und mußte durch die Reichtümer der Hexe keine Not mehr leiden.

Märchen arbeiten immer mit Archtypen und eindimensionalen Charakteren. Es gibt keine Brüche in den Persönlichkeiten und keine individuellen Charakterzüge, denn die Handelnden stellen ein Prinzip dar. Die Mutter ist immer liebend, selbstlos und sanftmütig. Die Stiefmutter ist eine Frau, die eben keine Mutter ist, sondern deren Platz eingenommen hat, aber nicht ausfüllen will und kann, weil sie das Kind nicht liebt, wie eine Mutter. So auch hier. Die Stiefmutter überläßt die ungeliebten Kinder dem Verderben, um selbst genug zum Essen zu haben. Der Vater, der die Kinder schützen müßte und will, ist zu schwach. Ohne die Liebe einer Mutter und dem Mut und dem Schutz des Vaters sind die Kinder verloren. Der Wald ist die gefährliche, unbekannte, rücksichtslose Welt dort draußen, der die Kinder hilf- und schutzlos ausgesetzt sind.

Der kleine, weiße Vogel ist das uralte Bild des Seelenvogels, die zum Beispiel auch als weiße Taube für den heiligen Geist steht oder als Friedenstaube das Gute, den Frieden und die Freiheit der Seele verkörpert. Hier begleitet er die herumirrenden und zum Hungertod verurteilten Kinder bis zum Hexenhaus, warnt sie aber vor den Verlockungen und den damit verbundenen Gefahren. Unsere Seele sagt uns, wenn wir auf sie hören, wovor wir uns in dieser gefährlichen Welt hüten müssen. Sie hat das Licht der göttlichen Weisheit, dem wir folgen können.

Die Hexe weist nicht zufällig alle Attribute des Teufels – beziehungsweise seiner Großmutter Hekate – auf, einschließlich des Höllenfeuers. Häßlichkeit steht im Märchen auch immer für Schlechtes und Böses. Die häßliche alte Hexe gebietet über ein Haus, das alle Verheißungen der Welt verspricht: Essen und Köstlichkeiten im Überfluß, Erfolg, Luxus und Reichtum, dargestellt durch das Pfefferkuchenhaus, reichhaltiges Essen und Gold, Juwelen und Perlen in Truhen und Schränken. Sie gebietet über das Materielle, wie der Teufel. Doch auch hier zeigt sich: Die Hölle gibt nichts gratis. All diesen Luxus können die Kinder bekommen aber sie müssen dafür bezahlen – mit ihrem Leben – ihrer Seele. Hekate, bzw. der Teufel will die Kinder „verschlingen“. Das Höllenfeuer brennt schon, doch die Warnung des Seelenvogels sind nicht vergessen worden. Hänsel täuscht den Teufel, indem er statt seiner Hand nur ein Stöckchen dem Teufel entgegenstreckt, und die wachsame Gretel nutzt den Moment, um den Teufel in seinem eigenen Höllenfeuer einzusperren. Die beiden kommen frei. Sie sind dem Teufel nicht auf den Leim gegangen und haben ihre Seele gerettet. Und folgerichtig ist der weiße Seelenvogel mit ihnen und führt sie zurück nach Hause. Das, was sie in der unbekannten Welt errungen haben an Materiellem, bringen sie heim, um es mit dem Vater zu teilen und zusammen als Familie glücklich zu sein. Die lieblose Stiefmutter existiert nicht mehr. Sie ist gestorben, was bedeutet, daß sie aus dem Leben und der Erinnerung getilgt wird.

Unsere Seele ist auch unser Schutzengel, in der göttlichen Kraft unserer Seele sind wir geschützt, wir müssen sie nur erkennen, unsere eigene Lebensenergie mit der göttlichen Energie und Gnade verbinden, dann sind wir in unserer gottgegebenen Kraft. So können wir ohne Angst durch das Leben gehen.

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